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Nicht zu schaffen… – Wortspende 37+38/2018

abc-Etüden – Schreibprojekt.
Drei Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Wortspende von 365tageasatzaday.wordpress.com


Es war schon kurz vor zwei. Anhalten, um etwas zu essen, würde er am späten Nachmittag. Er durfte jetzt keine Zeit verschwenden. Keine einzige Minute. Im Gegenteil, er mußte etwas mehr aufs Gaspedal treten, als erlaubt, um die 37 Tonnen Bandstahl bei der Firma Wulpertinger in Küsseln abzuliefern, bevor sich dort die Betriebstore schlossen. Sie würden erst am Montagmorgen wieder geöffnet werden. Dann stünde er mit der Last auf dem LKW das ganze Wochenende in dieser Einöde und es würde wieder nichts werden mit wenigstens einem Tag Wochenende in der Uckermark bei seiner Freundin. Es war sowieso die Frage, wie lange ihre Beziehung noch halten würde. „Nie bist du da!“, warf sie ihm vor. „Wenn du sagst, dass du diesmal pünktlich am Freitagabend hier aufschlägst, dann kann ich fast schon sicher sein, dass es frühestens Samstagmittag wird!“. Sie hatte ja Recht. Er war ein Zeitoptimist. Als Kraftfahrer auf Langstrecke war das ein großer Fehler. Drei Jahre machte er diesen Wahnsinn jetzt schon mit. Sonntags abends punkt 22 Uhr ging es los. Alles war fein ausgetüftelt. München, Innsbruck, Bozen, Venedig und zurück. Laden, zuladen, ausladen, umladen, zuladen, ausladen. Das war schon ein Brocken, wenn alles reibungslos lief. Aber wann war das schon jemals der Fall gewesen? Immer kam etwas dazwischen. So dumm konnte man teilweise gar nicht denken. Staus und Unfälle, Umleitungen, unvorhergesehene Zwischenstopps um nur ja die zulässige Last immer bis an die Grenze auszunutzen, übervolle Autobahnparkplätze, Reifenpannen, aufgeschlitzte Planen, falsch ausgefüllte Frachtpapiere, unauffindbare Adressen für das Beladen der Rückfracht oder Strecken, die für das Befahren mit dem LKW nicht zugelassen waren. Das korrekte Fahren nach Fahrtenschreiber war nicht nur Kunst, es war Zauberei. Genau, wie freitags abends wieder zuhause zu sein. Aber wen interessierte das schon? Und er war so müde

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N 57°21’22.9″ E 11°57’20.9″ – Naturreservat Hållsundsudde-Sönnerbergen

Den geplanten Meeresbesuch des letzten Freitag im August verlegten wir auf den ersten Sonntag im September, denn das Wetter war am Freitag schlecht, am Sonntag dafür wunderbar. Als wir unsere Rast auf einer Bank in der Sonne machten, war es uns fast etwas zu warm. Der Sommer hatte sich noch einmal kurz zurück gemeldet.

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N 57°26’55.8″ E 12°04’11.5″ – Hanhals Holme

Dass die Sonne nicht immer scheint, zeigen unsere Meeresbilder vom vierten Freitag im August. Der Himmel hatte eine recht spektakuläre, fast schon etwas bedrohliche Färbung angenommen und die Landschaft in ein ganz eigenes Licht getaucht. So schlimm, wie wir glaubten, kam es dann aber doch nicht. Nach einem kurzen Starkregen, vor dem wir in einer Strandhütte Schutz fanden, war das Gröbste bereits überstanden und das Wetter beruhigte sich schnell wieder.

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Auf dem Heimweg sahen wir sogar noch zwei Elchbullen, von deren Anblick ich fasziniert war. Mein Mann war weniger beeindruckt, da er die beiden schon mehrmals auf seinem Arbeitsweg gesehen hatte. Ich habe ein Foto „erzwungen“… 😀

Elchbullen 2

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N 57°18’58.7″, E 12°08’47.9″ – Fagervik Frillesås

Wieder war das Wetter uns wohl gesonnen, als wir am dritten Freitag im August nachmittags nach der Arbeit ans Meer fuhren. Es war nicht zu warm, nicht zu laut und nicht zu windig – kurzum, es war perfekt. 🙂

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N 57° 15′ 18.55″, E 12° 5′ 15.90″ – Biskopshagens Naturreservat

Seit ein paar Wochen fahren wir, wenn möglich, jeden Freitag nach der Arbeit ans Meer. Jedes Mal an eine andere Stelle, aber nicht von langer Hand geplant. Der Rucksack mit Kaffee und einer Kleinigkeit zu Essen und die Kamera dürfen natürlich nicht fehlen. Wir bleiben solange wir Lust haben, klettern ein bißchen über Stock und Stein, setzen uns auf einen Felsen, reden über Gott und die Welt, lassen die Seele baumeln und lauschen dem Rauschen der Wellen. Fast schon tiefenentspannt fahren wir irgendwann heim und haben noch das ganze Wochenende vor uns. Ein herrliches Gefühl, nur leider nicht von langer Dauer. 48 Stunden später ist dieses „ganze Wochenende“ schon wieder so gut wie vorüber. Der Montagmorgen hat die Klinke in der Hand, und der Freitagnachmittag ist nur noch eine schöne Erinnerung. Die kann uns aber keiner mehr nehmen. 😀

Am 10. August waren wir da, wo wir schon am Sonntag zuvor waren. Der starke Wind hatte uns noch einmal hingelockt, denn wir wollten uns die an die Felsen schlagenden, größeren Wellen noch einmal aus der Nähe ansehen. Der Wind war ein paar Stunden zuvor noch stärker, aber da waren wir noch mit Geldverdienen beschäftigt… 😉

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