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Drop in…

Die Nachricht, daß Mikael Nyqvist gestern mit nur 56 Jahren verstorben ist, macht mich traurig. Ein großartiger Schauspieler, den ich vermissen werde. R.I.P.

Morgens auf dem Weg zur Arbeit und nachmittags auf dem Heimweg denke ich oft, daß es für viele Menschen eine Freude wäre, eben diesen Weg einmal zu fahren. Er ist an vielen Stellen einfach traumhaft schön. Ich ermahne mich immer, das auch nach bald 14 Jahren nicht zu vergessen, oder blind dafür zu werden.

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Heute gab es auf Arbeit zur Elf-Uhr-Pause Torte (mal wieder…), als Einleitung für den Urlaub.  Außerdem hat jeder so etwas wie ein Urlaubspräsent Sicherheitspaketbekommen. Finde ich ganz nett. Und das kann man ja wirklich alles gebrauchen. Ist so ne Art „Sicherheitspaket“: Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Tasche, Universal-Freizeitmesser samt Feuerstein. Und ein Eimer … zum Wasser holen, oder so. Die Wochen 28 bis 31 sind hier die typischen Urlaubswochen. In diesen Wochen ist die Firma fast wie ausgefegt. Jeder hat Anspruch auf vier Wochen Sommerurlaub am Stück – damit man sich auch wirklich erholen kann. Diese vier Wochen machen so gut wie alle, etliche machen aber auch fünf Wochen. Völlig ok. Das stellt hier niemand in Frage. Dafür muß man aber auch damit leben können, daß hier in vielen Bereichen im Sommer nicht viel geht. Die Schweden sind da aber viel lockerer, als wir Deutschen. Ein ganz typischer Spruch, wenn irgendwas nicht so laufen will, wie man es sich gedacht hat: „Das löst sich schon…“ Und das Komische ist: Meist tut es das dann auch. 😀

Wenn ich nach der Arbeit zu Hause ankomme, stehe ich jetzt immer erst einmal mit einem breiten Grinsen auf dem Rasen, denn Magnus, das „elektrische Schaf“, ist tagsüber immer schön fleißig. Er macht seine Sache jetzt richtig gut. Vielleicht kriegt er ja am Sonntag frei… 😉

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Bei uns wird auch sonntags geschuftet

Da kennen wir nichts. Unser Angestellter muß bis 22.00 Uhr arbeiten, wenn er früh 7.00 Uhr anfängt. Vorerst hat er eine Sieben-Tage-Arbeitswoche. Ob´s ihm passt, oder nicht. Er darf seine geregelten Pausen machen, um Energie zu tanken, aber dann geht´s sofort weiter. Hier wird gemacht, was ich sage!

Hier ist der arme Knabe bei der Arbeit: Klick

So, und nun die ganze Geschichte: Open-mouthed smile

Letztes Wochenende habe ich mich intensiv mit dem Thema “Rasenfresser” beschäftigt. Studiert, verglichen, ausgewählt. Am Mittwoch bin ich dann mit Sohnemann nach Varberg gefahren und habe meinen Wunschkandidaten samt Zubehör käuflich erworben. Die Kiste war ganz schön groß. Ich mußte die Rücksitze nach vorn klappen, damit ich sie komplett in den Kofferraum schieben konnte. Die Kiste mit der Garage, die erst am nächsten Tag verfügbar war, war noch einmal fast genau so groß, aber die hat mein Mann abgeholt. Am Freitag, als wir dann hier Feiertag hatten, war unser Sohn auch wieder hier, und nach einem gemütlichen Frühstück zu dritt haben wir zwei uns an die Arbeit gemacht. Zuerst haben wir den kompletten Rasenrand einmal rundherum gemäht und getrimmt. Dann verlegten wir das Leitkabel, welches dem Mähroboter die zu mähende Rasenfläche eingrenzt. Es mussten immer gewisse Abstände nach aussen – je nachdem, ob Rasenrand, Steinkante, Baum oder ein anderes Hindernis – eingehalten werden.  Der Draht musste ordentlich gespannt, direkt über dem Boden befestigt werden. Das war alles kein Problem, nur hat es eben seine Zeit gedauert. Wir haben etwa 200 Meter Kabel verlegt, drei Bäume eingegrenzt, und diverse, gut durchdachte leichte Schwenke in die eine oder andere Richtung gemacht. Dabei verlegten wir etwa das letzte Drittel im Regen, was nicht sehr angenehm war. Danach sind wir aber dann zum gemütlichen Teil des Tages übergegangen, und haben uns darauf gegeinigt, dass mein Mann und ich den Rest am nächsten Tag fertig machen würden.

Haben wir dann auch. Kabel an der Garage angeschlossen, Stromanschlusskabel verlegt, Kontrolerbox an der Wand befestigt, Sicherung im Roboter eingesetzt. Etliche Kleinigkeiten eben, die noch zu machen waren. Dann war es Zeit, den Mäher einzuschalten und ihn so auf dem Rasen zu platzieren, dass er den Weg zur Garage sucht und in selbige hinein fährt. Das hat er soweit auch ganz gut … versucht, aber er wollte eben mehrmals zur falschen Seite einfahren. Mit dem Kopf durch die Wand. Idiot. Ich habe mich wieder ans Studium des Handbuchs gemacht, und schnell wurde uns klar, dass, egal, wie herum man die Kabel installiert, die Garage gedreht werden muß, denn der Dummkopf kann nur in eine Richtung einfahren. Na gut, haben wir das eben auch noch gemacht. Dann fuhr der Knabe noch das komplette Begrenzungskabel ab, um uns auf eventuelle Schwachstellen hinzuweisen. An zwei, drei Stellen mussten wir leicht nachbessern. Mal das Kabel geringfügig nach innen justieren, mal eine Unebenheit im Boden etwas auffüllen. Irgendwann war auch das alles erledigt. Und der Dummkopf hatte keinen Saft mehr. Das Setup war jedoch noch nicht komplett. Uns blieb nichts anderes übrig, als das Teil erst einmal zum Aufladen in die Garage zu tragen. Vielleicht zwei Stunden später kommt mein Mann aufgeregt zur Tür und ruft mir zu: *Berta*, komm mal schnell! Magnus fährt hier draussen auf dem Hof herum! Hatte der Depp sich doch tatsächlich davon schleichen wollen! Auf dem Grundstück war er noch, aber definitiv nicht mehr innerhalb der Begrenzung. Wieder zurück in die Garage. Mit ein paar sehr ernsten Worten von mir. Ich schwöre, der hat leicht gezittert! Laughing out loud

Da das Handbuch zu gewissen Dingen mehr als dürftige Auskünfte gibt, musste ich das Orakel befragen und bekam schließlich in einem Forum die Antwort auf meine Frage, wie man das Setup neu startet und komplett durchführt. Dann war alles gut. Magnus und wir haben die Nacht schlafend verbracht.

Heute nun hat er NICHTS getan. Blieb einfach faul in seiner Garage stehen. Ich habe mir dann schon gedacht, dass die Gewerkschaft der Rasenroboter keine Sonn- und Feiertagsarbeit zuläßt. Aber da haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ich habe mir die App zur Programmierung runter geladen, Magnus einer Gehirnwäsche unterzogen, und die Einstellung geändert: SONNTAG WIRD GEARBEITET! Von 07.00 Uhr bis 22.00 Uhr! Seitdem traut sich Magnus keine Mätzchen  und arbeitet und futtert Gras. Winking smile

GarageMagnus

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Bevor…

… in wenigen Tagen alles verblüht ist, habe ich heute noch schnell ein Bild von den wunderschönen Lupinen gemacht, die an vielen Stellen auf meinem Heimweg von der Arbeit blühen. Jedes Jahr sind sie wieder eine Augenweide. Und jedes Jahr werden es mehr…Lupinen

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bild.jpgYippie! Endlich kann (und will) ich meinem Technikaffenspleen mal wieder Zucker geben. 😆 Ich habe ein neues Projekt. Mein Projekt. Ich schaffe nächste Woche einen Grasfresser an. Ich freue mich jetzt schon, wie ein Kind, auf die Planung, Ausführung und vor allem dann auf die Jungfernfahrt von Magnus, meinem Sklaven. Magnus wird er heißen, weil ich auf Arbeit gleich mehrere Chefs mit diesem Namen habe. Hier aber wird „mein“ Magnus dann schön nach meiner Pfeife tanzen… Und dann brauche ich nie, nie wieder den Rasen mähen. Er wird immer wunderhübsch aussehen, und Magnus wird ackern, während ich genüßlich, auf der Terrasse sitzend, meinen Kaffee schlürfen werde.

Die Parkplatzgeschichte ist geklärt. Eine Kollegin hat mir einen Tipp gegeben, dass ein anderer Kollege seinen Platz mit E-Anschluss, der deutlich näher zu unserem Eingang liegt, fast nie nutzt. Den habe ich gefragt, ob er mit mir tauschen will. Er meinte, dass wir das auch ohne offizielle Aktion so machen können. Ich kann mich jederzeit auf seinen Platz stellen. A arbeitet er sowieso meist zweite Schicht (was ich nie mache) und B hat er in seinem Auto eine Dieselheizung. Er braucht den Anschluss also eigentlich gar nicht.

Diese Woche habe ich frühmorgens einen Kranich gesehen. Es kommt zwar öfter vor, dass man sie hier sichtet, aber nicht etwa einen Kilometer von unserem Zuhause entfernt über die Straße in den Wald schreitend. Ich dachte, ich hätte ne Erscheinung… Aber nein. Die Kraniche verstecken ihre Jungtiere bevorzugt in Waldstücken. Es gibt eben für alles eine Erklärung.

Ebenfalls diese Woche hatten wir einen Zettel von einem etwas entfernten Nachbarn im Briefkasten (eine A4-Kopie). Ich kenne diesen Nachbarn nicht und musste erst mal Google befragen, wo sein Haus liegt. Er hat freundlicherweise alle Nachbarn in der (für schwedische Verhältnisse) näheren Umgebung vorgewarnt und um Verständnis gebeten, dass er am kommenden Freitag abends auf seinem Grundstück eine grosse Party mit 100 bis 200 Gästen feiern wird, auf der vorwiegend Techno laufen wird. Kein Problem. Viel Spaß. Vor allem mit dem Knott, der vermutlich eine nicht unerhebliche Zahl seiner Gäste vorzeitig in die Flucht schlagen wird. Jetzt ist gerade die Hochzeit für dieses Viehzeug…

Ansonsten habe ich bei E*a* noch ein Gebot laufen, dass in etwa einer Stunde endet. Ich bin mal gespannt, ob ich meine Bo*se-Boxen um das gewünschte Exemplar erweitern kann. Allerdings schraube ich jetzt nicht mehr am Preis. Entweder, ich bekomme das Teil, oder nicht. Dann eben andermal.

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Ich fasse es nicht…

…wie krank diese Welt ist. In vielerlei Hinsicht… 😦

Eben habe ich gehört, dass die Ablösesumme für Christiano Ronaldo 1 Milliarde Euro (sieht so aus: 1.000.000.000 €) betragen soll … jetzt, wo er wegen der Anklage wegen Steuerhinterziehung Real Madrid und damit Spanien den Rücken kehren will.

Ich habe echt keine Worte für diesen Wahnsinn!

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Drop in…

  • Diese Arbeitswoche war wie eine Hühnerleiter…
  • Mir hat die Folge von „Sing meinen Song“ am Dienstag wahnsinnig gut gefallen. Ich habe sie natürlich aufgenommen, damit auch mein Mann, der bis einschliesslich heute in Norwegen weilt, und unser Sohn sie noch anschauen können.
  • Seit Mittwoch morgen bin ich 100-prozentig sicher, dass es nun auch bei uns Wildschweine gibt. Ein Exemplar ist ca. 100 Meter vor meinem Auto quer über die Strasse geflitzt. Ich habe das Gefühl, dass es immer mehr Wildtiere werden, auf die ich auf meinem Arbeitsweg sehr achtgeben muss. Heute morgen war es ein junger Fuchs, für den ich gebremst habe. Natürlich ist meine Tasche vom Sitz gerutscht. Aber das war ja nicht das erste Mal. Zeugs wieder einsammeln und fertig.
  • Ebenfalls am Mittwoch habe ich auf meiner Arbeit einen Parkplatz mit Stromanschluss angeboten bekommen. In der Warteliste war ich ganz oben gelandet. Ich bekam ein Zettelchen vom „mittelgroßen“ Chef in die Hand gedrückt. Darauf stand meine Name, und „nr 13“. Äh, ja. Nummer 13 finde ich nicht so lustig, obwohl ich meine, nicht abergläubig zu sein. Irgendwie gefällt mir diese Nummer in Verbindung mit einem Parklplatz nicht. Kein gutes Omen, denke ich. Noch dazu ist der Platz mir zu weit hinten gelegen. Da müsste ich zukünftig ein ganzes Stück weiter laufen, worauf ich das eine oder andere mal so gar keine Lust haben werde – des Wetters wegen. Entweder tausche ich nun diesen Platz mit einem Kollegen, der seinen Platz A fast nie nutzt, und B deutlich näher an unserem Gebäude hat, oder ich gebe ihn dankend zurück. Sooo oft werde ich ihn ja am Ende doch nicht nutzen. Obwohl der Gedanke, sich nach der Arbeit in ein warmes Auto mit immer freier Windschutzscheibe setzen zu können, schon sehr reizvoll ist…
  • Diese Woche hat es, seit Ewigkeiten mal wieder, sehr viel und zeitweise recht stark geregnet. Sehr nötig hatten wir diesen Regen hier mittlerweile. Nun sieht ringsum alles aus, wie frisch gewaschen… 😀 Die Lupinen, und auch all die anderen Wildblumen, die momentan an den Wegrändern blühen, sehen einfach zauberhaft aus. Ich habe das Gefühl, es werden jedes Jahr mehr und die Farben variieren immer mehr.

Lupinen

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Völlig freiwillig…

… und ohne unser Zutun blüht es in unserem Garten an den unterschiedlichsten, weitestgehend unberührten Stellen. Klar – ist mehr oder weniger fast alles „Unkraut“, oder es wurde irgendwann vor unserer Zeit hier angepflanzt. Aber hübsch sieht jede Blüte aus. Mir gefällt selbst Unkraut besser, als Blumen in der Vase. Aus mehreren Gründen:

  • Ihre Zucht belastet fast immer die Umwelt durch hohen Energieaufwand in Treibhäusern, Bewässerung, Spritzen von Pestiziden und unglaubliche Transportwege.
  • Ihre Zucht wird häufig zur Ausbeutung armer Regionen/Menschen genutzt, denen statt dessen das Anpflanzen von etwas Essbarem bei weitem mehr nutzen würde.
  • Das Spritzen von Pestiziden gefährdet die Gesundheit der mit Gewissheit völlig unterbezahlten Beschäftigten in den Zuchtanlagen.
  • Die Blumen sind bereits tot, wenn sie in der Vase landen und halten sich in der Regel nur noch wenige Tage.
  • Oft kann man sie nicht dorthin stellen, wo man sie eigentlich am liebsten hätte, da sie dort zu warm, zu kühl, zu sonnig oder zu trocken … stehen würden.
  • Man darf nicht vergessen, das Wasser zu wechseln, die Stiele neu zu beschneiden, die Blumen dann wieder neu zu arrangieren – was bei weitem nicht jeder gut kann.

Die ersten drei Punkte treffen natürlich nur auf gekaufte Blumen zu – nicht die aus dem eigenen Garten, oder dem von lieben Freunden und Nachbarn.

Ich persönlich könnte mich sehr gut damit arrangieren, nur Kunstblumen zu kaufen. Die hätte ich dann aber gern von hoher Qualität und ebenso hoher Ähnlichkeit mit den Originalen. Dafür würde ich auch gern mehr Geld ausgeben. Schnittblumen sind ja eh nicht billig…