Allgemein

Einen astronomisch schönen Tag…

… hatten wir am vergangenen Freitag. Im Nachhinein bin ich noch voll von meiner Idee begeistert, was wir unserem Sohn dieses Jahr zum Geburtstag schenken könnten. Nur eine Woche vorher kam ich drauf…
Ich schrieb an das Observatorium in Onsala und fragte an, ob wir entgegen deren Regeln eine Führung für nur drei Personen buchen könnten, und das dies als Geburtstagsgeschenk für unseren Sohn gedacht sei, der sich sehr für Astronomie und Astrophysik interessiert.
Wir hatten Glück. Grosses Glück! Denn ein Guide fand die Idee gut und erklärte sich bereit, unsere Führung zu übernehmen. Trotz seiner knapp bemessenen Zeit konnten wir uns sehr kurzfristig auf Freitag, 13 Uhr einigen.
Onsala Observatorium 01
Solch eine Gruppenführung dauert normalerweise ca. zwei Stunden. „Unser“ Astronom Eskil hat sich fast drei Stunden für uns Zeit genommen. Es war unglaublich spannend und interessant. Die erste Stunde verbrachten wir in einer Art Schulungsraum, wo wir auf erfrischend „untrockene“ Weise alles über die Forschungsarbeit des Observatoriums im Allgemeinen und unseres Astronomen im Besonderen erfuhren. Wir bekamen das teils doch recht abstrakte Fachgebiet Astronomie so gut erklärt und all unsere Fragen so gut beantwortet, dass wir, gefesselt wie wir waren, gar nicht mit bekamen, wie die Zeit verflog.
Im Anschluss waren wir im Radom, in dem sich das 20-Meter-Teleskop befindet. Auch hier gab es für uns wieder Erklärungen für alles und Antworten auf alles, was wir fragten.
Onsala Observatorium 09Onsala Observatorium 10Onsala Observatorium 08
Im Computerraum befindet sich unter anderem die hiesige Atomuhr.
Onsala Observatorium 11Onsala Observatorium 02
Das Observatorium hat übrigens eine traumhafte Lage direkt am Fjord.
Onsala Observatorium 07Onsala Observatorium 04
Weiter ging es mit einem kurzen Spaziergang zum frei stehenden 25-Meter-Teleskop, vorbei an kleineren Teleskopen, mehreren unterschiedlichen Sonnenuhren und anderen Forschungsapparaturen.
Onsala Observatorium 05Onsala Observatorium 06
Wieder war es hoch interessant. Zum Schluss gab es noch den umfangreichen „praktischenTeil“ in den Ausstellungsräumen. Hier fanden sich eine Menge Modelle, die „Otto-Normal-Gebildeten“ sehr anschaulich z. B den Unterschied zwischen roten, weissen und blauen Zwergen und vieles mehr nahe bringen. Unser Astronom steuerte am Computer eines der kleineren Teleskope an und machte eine 20sekündige Aufzeichnung, die er uns dann erklärte.
Onsala Observatorium 03Onsala Observatorium 12
Wir spazierten zurück zum Ausgangspunkt und hatten zig weitere Fragen, die wir ausnahmslos alle beantwortet bekamen. Unglaublich, wie interessant und umfangreich die Forschungsarbeit eines Astronomen ist. Und was es noch alles zu erforschen gibt. Wie verschwindend wenig die Menschheit bis dato von Kosmos, Galaxien, schwarzer Energie und schwarzer Materie weiss.
Astronomie ist nun für mich ein kleines Bisschen weniger abstrakt und ungleich interessanter geworden. Und der Hammer: Nach der Abseitsfalle, die sich mir schon vor etlichen Jahren erschlossen hat, begreife ich nun auch, was es mit dem schwarzen Loch auf sich hat. Eskil sei Dank!
Als wir drei im Anschluss noch am Meer zu einem gemütlichen Picknick verweilten, bedanke sich unser Sohn noch einmal für dieses überaus gelungene Geburtstagsgeschenk. Er war sehr erfreut darüber, dass auch wir so ein grosses Interesse hatten und mit ihm gemeinsam die Zeit genossen haben.
Onsala Observatorium 14Onsala Observatorium 15Onsala Observatorium 17Onsala Observatorium 16Onsala Observatorium 18Onsala Observatorium 19