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Der Lauf der Dinge…

Wir waren heute in einem Restaurant und haben zu unserem Erstaunen und unserer Freude festgestellt, dass in unserem Blickfeld niemand während seines Aufenthaltes dort mit seinem Handy beschäftigt war.

Dies war natürlich nur „eine Momentaufnahme“, denn schon wenige Minuten später waren wieder mehrere Handys präsent.
Aber die wenigen handyfreien Minuten waren eine regelrechte Wohltat. Die Leute an den anderen Tischen haben auf die althergebrachte Art miteinander kommuniziert. Sie haben sich mit ihren Tischnachbarn unterhalten und gelacht und sie dabei angeschaut.

Ich habe mir eine ganze Weile meine eigenen Gedanken darüber und über den Mediengebrauch ganz allgemein gemacht, wie er heutzutage gang und gäbe ist. Und ich habe versucht, mir die Zukunft vorzustellen…

In meiner Vorstellung (oder sollte ich vielleicht besser Hoffnung sagen?) ist der Handygebrauch eines der normalsten Dinge der Welt. So normal, dass man nicht mehr täglich stundenlang wie gebannt auf das Display starren muss. Nicht mehr zig SMS täglich versenden, oder wenig sinnvolle bis völlig sinnfreie „Informationen“ lesen und austeilen muss.

Es ist für mich ein Phänomen, dass sich so viele Menschen regelrecht zwanghaft auf *ihr wisst schon* über alle „Neuigkeiten“ diverser ihnen nicht einmal persönlich bekannter Personen belesen müssen. Dass sie sich ebenso zwanghaft ständig der Reizüberflutung durch Werbung, sinnloser Filmchen und das Betrachten diverser Selfis anderer Personen aussetzen.

Ich habe auch ein Handy. Ein Smartphone. Feine Sache. Ich nutze diverse Apps und informiere mich unterwegs über Dinge, die für mich gerade wichtig sind. Ich rufe meine Lieben an, wenn es notwendig ist und ich scanne Barcodes ein, wenn ich mich über etwas näher informieren will. Manchmal mache ich einen Schnappschuss von etwas Schönem oder Wichtigem.

Moritzburg

Ich mache sicher noch eine ganze Menge anderer Dinge, die mir gerade nicht einfallen. Dennoch hält sich meine persönliche Handynutzung sehr in Grenzen.

Beim Leben schaue ich nach wie vor über den Tellerrand Handyrand hinaus. Denn ich lebe mein Leben und nicht das Leben anderer.