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Vier Tage nach Mittwoch…

… fühle ich mich heute erstmals wieder halbwegs ok.
Anfang letzter Woche habe ich mir eine Grippe eingefangen. Entweder hat mein Lieblingssohn mich angesteckt, wie er es vorab schon warnend erwartet hatte, oder ich habe mich am letzten Sonntag bei der Gartenarbeit erkältet. In dem Fall deshalb, weil ich nicht auf meinen Mann hören und mir eine Jacke überziehen wollte . Selbst schuld… .
Am Mittwoch morgen ging es mir schon nicht besonders. Aber mein Körper ist wohl immer der Meinung: Wenn schon, dann richtig. Also hat mich morgens halb fünf auch gleich noch die Hexe geschossen. „Mittelprächtig“ würde ich mal sagen. Denn ich konnte mich noch bewegen. Und da an diesem Tag unser HLR-Kurs angesagt war, wäre ich auch nur daheim geblieben, wenn es wirklich garnicht anders gegangen wäre.
HLR = Hjärt-lung-räddning / Herz-Lungen-Rettung.
Es ist schon mindestens drei Jahre her, daß ich den Kurs belegt habe. Da es immer neue Erkenntnisse gibt, wie man bei der Herz-Lungen-Rettung agieren soll, frischen wir hier den Kurs alle zwei, drei Jahre auf. In den drei Kursstunden wurden wir perfekt ausgebildet. Theoretisch ebenso wie praktisch. Und trotz „Hexe“ habe ich Herzdruckmassage, Beatmung, stabile Seitenlage und das alles natürlich mitgemacht.
HLRDa unsere Firma vor wenigen Wochen einen Defibrillator angeschafft hat – was nicht nur mich sehr freut – haben wir auch den Umgang damit gelernt. Bei der Infrastruktur hier in Schweden halte ich es für unheimlich wichtig, daß es Defis und ausgebildete Personen möglich breit gestreut gibt.
Super finde ich schon mal, daß auf einer landesweiten Homepage alle vorhandenen Defibrillatoren mit Adresse/Position registriert werden, und daß geschultes medizinisches Personal über eine Leitzentrale einen Mobilruf bekommt, wenn in der näheren Umgebung jemand einen Herzinfarkt/-stillstand erleidet. Jede einzelne Minute zählt. Hier, wo es schon mal „etwas länger“ dauern kann, bis der Rettungsdienst kommt, erst recht.
Zurück zum Kurs. Was mir aus persönlichen Gründen noch außerordentlich viel bedeutet hat, das war die genaueste Erklärung und die praktische Übung des „Heimlich-Mannöver“. Hierfür hatten wir eine spezielle Trainingspuppe. Als ich den Heimlich-Handgriff an dieser Puppe gemacht habe, meinte unser Kursleiter, ich sei Weltmeisterin darin. „Das hoffe ich sehr“, war meine Antwort.
Die Info, daß Menschen mit drohender Erstickung in ihrer Panik schon aus dem Fenster gesprungen sind, oder sich im Klo eingeschlossen haben, hat mich sehr beunruhigt. Noch mehr die konkrete Aussage, daß man, wenn man in solch einem Notfall keine Hilfe bekommt, sterben muß.

Zwei Stunden nach Kursende wurde ich von meiner Chefin „heim delegiert“. Für den Rest der Woche sollte ich lieber zuhause bleiben und wieder gesund werden. Innerlich habe ich mich da auch nur noch ganz kurz gesträubt. Die Heimfahrt war dann schon sehr anstrengend. Und den Rest des Tages, sowie den Rest der Woche habe ich meist liegend verbracht. Ohne Energie für irgendwas.
Nun geht es mir zwar schon deutlich besser, aber noch nicht wirklich gut. Ist ja auch klar, daß eine Grippe nicht von heute auf morgen einfach so wieder verschwindet. Das dauert halt seine Zeit. Vor allem bin ich mal gespannt, wann ich diesen ätzenden Husten endlich wieder los sein werde. Wenigstens schmerzt mir mittlerweile nicht mehr bei jedem Huster der Hexenschuß.

So – genug gejammert. Ich hoffe mal, daß ich mich morgen früh fit genug fühle, um wieder zur Arbeit zu fahren. Das „Rumgehänge“ nervt mich mittlerweile. Und im Kopf werde ich unter diesen Umständen auch nicht richtig fit. Ist eh eine kurze Woche, denn Donnerstag um eins gehen wir ja schon ins lange Osterwochenende.

Ich wünsche euch allen eine angenehme Woche mit Aprilwetter in Maßen.

Eure
Berta

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Das Waffeleisen…

…ist absolute Spitze! Bin ich glücklich, daß ich es gekauft habe!
Die Waffeln werden wirklich genau so, wie ich sie haben will. Und meine Jungs…
Die Bedienung ist super einfach. Es macht sich eben oftmals wirklich bezahlt, wenn man mal drei Taler mehr ausgibt. Man sagt ja auch: „Wer billig kauft, kauft zweimal.“
Aber natürlich ist mir klar, daß nicht jeder das Geld hat, sich immer Top-Ware zu kaufen. Habe ich auch nicht. Aber für das Waffeleisen hat´s gereicht.
Es hat umgerechnet um die sechszig Euro gekostet. Und die Bedienungsanleitung gab es unter anderem auch in Deutsch. Also gibt es das Teil auch in deutschen Landen zu kaufen. Nur so by the way…
Außerdem haben wir gestern im Garten einen wunderbaren Platz zum Frühstücken freigelegt. Er muß mindestens zwei Jahrzehnte unbeachtet gewesen sein, denn er war völlig zugewachsen. Aber die Lage im Garten ist einfach genial, denn an genau diesem Platz ist die Sonne morgens zuerst.
Und angegrillt haben wir obendrein auch noch. Ein perfekter Sonntag…

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Zur Feier des morgigen Tages…

Waffeleisen… habe ich meiner Familie und mir gestern ein nigelnagelneues Waffeleisen der Marke „Åviken“ gekauft. Denn am 25. März ist in Schweden offiziell Waffeltag. Die Erklärung dafür findet ihr hier.
Na, da haben sich die Jungs ja gefreut. Für hausgebackene Waffeln könnte ich sie, glaube ich, auch mitten in der Nacht wecken. „Åviken“ ist die beste Marke für Waffeleisen, habe ich mir sagen lassen. Und nun haben wir zudem endlich ein doppeltes. Es dauert also nicht mehr zwei, sondern nur noch eine gefühlte Ewigkeit, bis die Waffeln, die wir essen, alle fertig gebacken sind  . Ihr wißt ja: meine Ungeduld… Und überhaupt: Der morgige Tag ist eh schon mal eine Stunde kürzer, da muß das Waffelbacken ja flott gehen .
Sahne und Drottningsylt – die Liebblingskonfitüre meines Mannes – haben wir selbstverständlich auch im Haus. Da kann ja nichts mehr schief gehen. Hoffe ich…

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Geschichten, die das Leben schreibt…

oder: Die Welt ist klein / Die Welt ist ein Dorf

Gestern hat es uns bei strahlendem Sonnenschein wieder ans Meer gezogen. Wie so oft… .
Aber wir wollen ja nicht immer an den selben Stränden spazieren oder wandern. Also haben wir uns über Google Earth mal wieder ein neues Ziel auserkoren. Uns war bewußt, daß wir, um dort ans Wasser zu kommen, auch ein Stück „querfeldein“ bewältigen müßten, denn das Auto parken kann man auch hier nicht überall. Aber das war kein Problem.
Vor Ort haben wir dann zwei Männer gefragt, ob man denn just dort, wo wir gerade waren, geradeaus zum Wasser käme. Sie bejahten zwar, sagten aber auch, daß zur Zeit alles sehr nass wäre. Mit Blick auf unser Schuhwerk meinten sie aber, daß es gehen könnte.
Also haben wir uns durch die Wildnis gekämpft, bis wir nicht mehr länger verdrängen konnten, daß wir nicht bis ans Ufer kommen würden. Zuviel Wasser und Eis haben uns unsere Grenze gezeigt.
Daraufhin haben wir den Rückwärtsgang eingelegt und nach einer Weile einen neuen Versuch gewagt. Etwas weiter rechts… .
Nach kurzer Zeit sind wir auf einen Weg gestoßen. Perfekt. Nun wollte ich nach links gehen, mein Mann allerdings nach rechts. Das hat für mich überhaupt keinen Sinn ergeben. Aber so ist das oftmals, da ich orientlierungstechnisch wirklich etwas minderbemittelt bin . Das macht ja aber nichts, wenn ich entweder meinen Liebsten, oder wenigstens das Navi dabei habe .
Wir sind also ein Weilchen nach rechts diesem Weg gefolgt. Schatzi wußte ja ungefähr, wo wir hin wollten. Dann kamen wieder ein paar vereinzelte Häuser. Ein wunderschönes Eckchen übrigens. Wie es ja hier unzählige gibt…
Da nun der weitere Verlauf wieder etwas unklar war, nutzte mein Gatte die Gunst der Stunde und fragte einen Mann, der gerade vor seinem Haus werkelte, wie wir zu der Bucht gelangen würden, die unser Ziel war.
Der Mann war sehr nett. Er meinte, wir könnten den kürzesten Weg durch seinen Garten nehmen. Wir folgten ihm in selbigen und bekamen den Weg erklärt. Da standen wir nun mitten in der Sonne und waren auch schon mitten in einer angenehmen Unterhaltung mit diesem netten Herren. Nach einer Weile fragte er uns, woher wir kämen. Er meinte aber nun nicht unser Heimatland, sondern wo wir hier in Schweden wohnen würden. Nachdem wir ihm das erklärt hatten, fragte er uns, ob wir nicht vor ein paar Tagen bei ihm im Landhandel etwas gekauft hätten. Da fiel es uns wie Schuppen von den Augen. Ja, hatten wir! Am Dienstag (unserem Hochzeitstag) hatten wir auf dem Weg nach Göteborg an diesem Landhandel Stopp gemacht, um einen neuen Sack Sonnenblumenkerne zu kaufen .
Unglaublich! Da steuert man kurz entschlossen ein zufällig ausgewähltes Ziel an, verläuft sich aufgrund der Umstände ein bißchen, stößte auf einen Weg, ein paar Häuser und einen Mann der gerade draußen ist. Und genau diesem Mann ist man ein paar Tage zuvor schon einmal über den Weg gelaufen . Wenn das kein Zufall ist?!
Die Bucht war übrigens der ideale Ort, um in der Sonne zu picknicken. Und wenn wir das nächste Mal bis zur Spitze der Landzunge wandern wollen, dann dürfen wir unser Auto bei dem uns nun bekannten Herren am Haus parken .BuchtStegeBucht