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Schweden – Deutschland – so ähnlich und so anders… (3)

KircheHeute: Hochzeit/Trauung

Im Gegensatz zu Deutschland ist es in Schweden absolut nicht notwendig, daß man sich standesamtlich trauen läßt. Die meisten Trauungen finden hier in der Kirche statt. Man kann sich natürlich auch zusätzlich/oder nur standesamtlich trauen lassen.
Und der absolute Kracher: Seit etwa einem Monat werden nun auch gleichgeschlechtliche Parter in der Kirche getraut. Völlig rechtskräftig. Standesamtliche Trauung auch hier nicht notwendig.
Da soll noch einer sagen, daß die in der Kirche unflexibel sind…
(PS: Ich bin Atheistin.)

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Schweden – Deutschland – so ähnlich und so anders… (2)

Nachdem ich gestern die Frage nach dem Wort „snabel“ gestellt hatte, hier die Auflösung und zugleich wieder ein kleiner Unterschied zwischen S und D:
snabel

Snabel heißt also auf Deutsch Rüssel. Und das hier ist das „snabel-a“: @
Eigentlich recht logisch, denn der Bogen um das A sieht einem Rüssel doch ziemlich ähnlich. Die Bezeichnung zeugt, wie ich finde, von der Phantasie der Schweden. „Rüssel-A“ paßt doch eigentlich auch besser, als „Klammeraffe“ – wie man in Deutschland gern zum @ sagt…

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Was ihr schon immer wissen wolltet…

…über die „kleinen, feinen Unterschiede“ zwischen Deutschland und Schweden: Ich werde es euch künftig in losen Abständen und „quer Beet“ wissen lassen.
Es gibt sehr viele kleine, oder auch etwas größere Unterschiede zwischen beiden Ländern, ihren Menschen und deren Alltag. Oftmals finde ich sie lustig, und meist erzählenswert. Also ist es nun an der Zeit, damit zu beginnen! Morgen geht es los. Mal sehen, womit ich anfange… :crazy:

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Nett…

Heute hat mich auf der Arbeit N>:XX angesprochen. Das heißt, er hat es nicht einfach so gemacht, dafür ist er sicher zu schüchtern.
N>:XX ist schätzungsweise Mitte bis Ende zwanzig und arbeitet seit einer Woche bei uns. Er ist bei einer Personalleasing-Firma angestellt und wird voraussichtlich bis Ende des Jahres da sein… Er ist sehr nett und fleißig. Und ich habe, seit er da ist, schon des öfteren bemerkt, daß er mich „beobachtet“. Aber nicht im negativen Sinne.
Als ich ihm heute gezeigt habe, wie man ein Kliché belichtet, hat er sofort die Gunst der Stunde genutzt und mich gefragt, woher ich komme. Als ich ihm antwortete, daß ich Deutsche sei, sagte er, daß er sich das schon gedacht habe. Er hatte vier Jahre eine deutsche Freundin und hat wohl dadurch viel Deutsch gelernt. Wir unterhielten uns ein wenig – das heißt: ich beantwortete vorwiegend seine Fragen zu Deutschland. Auch, ob und was in Schweden besser sei. Er meinte, er wüßte, daß es in Deutschland einige Probleme, wie Streß auf der Arbeit und oftmals zu niedrige Löhne, gibt.
Probleme. Ja. Schließlich fragte ich ihn (was ich auch wirklich wissen wollte!), woher er käme. Seine Antwort: Afghanistan. Und da spricht er von Problemen in Deutschland?!?
Als er sich zum Feierabend von mir verabschiedete, sagte er auf Deutsch: „Einen schönen Tag noch.“ Das fand ich wirklich nett. Und ich habe mich auch auf Deutsch dafür bedankt.
Mal sehen, wann sich nochmal eine Gelegenheit ergibt, mit ihm zu schwatzen. Etwas mehr würde auch ich gern über ihn wissen…

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Schreib dich nicht ab – Geh wählen!

Moin, liebe Landsleute!

Tut euch und mir den Gefallen und geht heute wählen. Ich darf ja nicht mehr… Und hier darf ich noch nicht, da ich keine Schwedin bin.
Wenn ich das nächste Mal nach Deutschland komme, dann will ich bitteschön spüren, daß sich politisch in diesem Lande endlich wieder etwas bewegt.

Also los! Zwei Kreuze kann ja wohl noch jeder… Und eigenständige Entscheidungen treffen erst recht!
Wahltag

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Kneif mich mal!!!

Ich glaube, ich träume schlecht… :crazy:

Ich will versuchen, im Schnelldurchlauf zu berichten, was sich „ereignet“ hat.

Mein liebster (einziger 🙂 ) Sohn JungerSchwede und sein bester Freund Shneggii wollten heute für 10 Tage nach Deutschland fliegen. Es ist Ostern… Shneggii will seinem Kumpel endlich mal seine Heimat zeigen… Shneggiis Mutti feiert nächste Woche einen runden Geburtstag…
Die Flüge mit der Billig-Airline R>:XX-Air von Göteborg nach Düsseldorf waren gebucht, bezahlt, und soweit alles Tutti-Paletti.
Ein Freund hat sie heute zum Flughafen „Säve“ gebracht. Sie haben eingecheckt, sind durch den Zoll… alles fein. Als sie dann am Flieger letztmalig Ticket und Reisedokument vorzeigen mußten, wurde meinem Sohn (auf unfreundliche Art und Weise) mitgeteilt, daß er nicht fliegen dürfe, da seine ID-Karte nicht anerkannt wird.
Kurze Erklärung: Beim Buchen des Fluges im Internet wurde die Nummer vom Reisepaß oder der ID-Karte verlangt. Diese hat W>:XX angegeben, und alles war ok. Ticket ausgedruckt, fertig.
Heute nun hieß es, daß dies nur eine nationale und keine internationale ID-Karte sei, und R>:XX-Air diese nicht anerkenne. Hallo? ID-Karte ist doch wohl ID-Karte??? Und der Flug geht innerhalb der EU!!!

Es war nichts zu wollen, er durfte nicht mitfliegen. Da er aber (noch) kein schwedischer Staatsbürger ist, kann er auch keinen „Notreisepaß“ bekommen. Der deutsche Ausweis ist abgelaufen… Alles ein Riesenmist!
Shneggii ist aber nicht allein losgeflogen. „Alle oder keiner“ ist sein Motto.
Als ich den Anruf auf Arbeit bekam, bin ich fast aus allen Wolken gefallen.
Wir haben dann gleich eher Schluß gemacht und sind zum Flughafen gefahren , um die Jungen da erst mal abzuholen.

Jetzt – ein paar Stunden später – sind sie nun mit dem Auto unterwegs nach Deutschland. Morgen früh irgendwann sollten sie gesund in S>:XX ankommen. Nach knapp 1000 km Fahrt. Es geht bestimmt alles gut, aber ich bin die Mutti von einem der beiden, und ich bin natürlich etwas unruhig… Das ist ja aber auch mein Job als Mama, oder?!?

Ich finde das ganze einfach zum K>:XX!!!