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Optimal genutzt…

…haben wir den gestrigen Samstag für einen Museumsbesuch mit Freunden in Göteborg.
Die Idee kam mir am Tag zuvor, als es hieß, daß sie uns zum Kaffeetrinken besuchen kommen würden. Sofort konnten sie sich dafür erwärmen.
Da wir vor ein paar Jahren schon einmal da waren, wußten wir, daß das Parken in der Nähe des Museums eventuell etwas schwierig sein könnte. Deshalb hatten wir uns am Abend zuvor schon schlau gemacht, wo wir es am ehesten versuchen sollten.
Um 10 Uhr trafen wir uns bei uns und fuhren zu viert in unserem Auto weiter.
Kurz vor elf waren wir dann vor Ort und konnten tatsächlich auch einen der am günstigsten gelegenen Parkplätze ergattern.
Eine Minute vor Öffnung standen wir mit vielleicht gut dreißig anderen Personen vor der Museumstür. Perfektes Timing… 🙂
Das Göteborgs Naturhistoriska Museum ist mit seinen unzähligen Tierpräparaten aller Art und seinen naturwissenschaftlichen Exponaten überhaupt sehr sehenswert. Im Museum ist unter anderem das weltweit einzige Präparat eines echten Blauwals ausgestellt. Das Museum ist sehr familienfreundlich angelegt. Großartig und überaus erfreulich finde ich, dass seit dem 1. Januar diesen Jahres der Eintritt frei ist. Das sollte Schule machen. Ich finde, alle öffentlichen Einrichtungen, die irgend etwas mit Bildung zu tun haben, sollten für Jedermann gratis zugänglich sein.

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Im Museum verbrachten wir fast vier Stunden. Das Betrachten aller Exponate unterbrachen wir durch eine ausgiebige und gemütliche Kaffeepause. Im Museumscafé gibt es Kaffee „påtår“. Das bedeutet, dass man eine Tasse Kaffee bezahlt, sich dann aber nachschenken kann, wenn man will. Das ist hier in Schweden vielfach, und nicht nur bei Kaffee, üblich.

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Im Café gibt es einen großen, abgegrennten Teil des Raumes, wo man seine eigenen, mitgebrachten Speisen und Getränke verzehren kann.  Auch das finde ich sehr familienfreundlich.
Unsere Freunde waren das erste Mal im Museum und rundherum begeistert. Nachdem wir noch den hübsch angelegten und nicht nur mit Kitsch gefüllten Museumsshop aufgesucht hatten, machten wir uns auf den Heimweg.
Zuhause bei uns angekommen, machte ich mich daran, für uns Waffeln zum Kaffee zuzubereiten. Unsere Männer zeigten sich derweil gegenseitig ihre neuesten Basteleien rund ums Flugfischen. Wir Frauen rollten nur mit den Augen. Ein Glück, dass wir beide keine Sammlerinnen sind, denn es würde den Rahmen unserer beider Häuser sprengen, hätten wir auch solche platzraubenden Hobbys, wie unsere Männer… 😀
Nach Kaffee- und Waffelgenuß, längerem Studium von Atlas und Globus und der Planung einer eventuellen „Urlaubsüberschneidung“ dieses Jahr verabschiedeten sich unsere Freunde und wir genossen den Rest des Tages in trauter Zweisamkeit…

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Meine Geburtstagsblumen…

Botanischer Garten P1000203…habe ich gestern nachträglich bekommen. :-)
Wie ich ➡ hier schon schrieb, mag ich persönlich keine Schnittblumen. Ansonsten mag ich Blumen natürlich sehr gern.
Deshalb hat mich mein Mann gestern zu meiner Freude in meinen/unseren geliebten Botanischen Garten entführt. Da sich zu dieser Jahreszeit die blühenden Blumen in den Außenanlagen doch sehr in Grenzen halten, waren wir im Gewächshaus.
Im Eingangsbereich steht noch immer ein, wie ich finde, sehr hübsch geschmückter Weihnachtsbaum. Fast nur Naturschmuck. Und auch hier gilt wieder: Weniger ist oftmals mehr.

Selbst im Gewächshaus blüht es jetzt nicht gerade überaus üppig, aber das, was grünt und blüht, ist sehr hübsch anzusehen.

Bei manchen Exemplaren kommt man allerdings auch ein wenig ins Grübeln… 🤔😉
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Die Kois, die den größten Teil des Jahres draußen im Teich schwimmen, werden im Winter rein geholt, und ein Teil von ihnen schwimmt (und bettelt wie junge Hündchen 😀 ) im Becken des Gewächshauses.

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Nach dem Besuch im Botanischen Garten waren wir noch in Göteborgs wohl schönsten Stadtteil Haga in einem gemütlichen kleinen Café und danach noch ein wenig spazieren und uns die teilweise wunderbar erhaltenen oder rekonstruierten Häuser ansehen.

Heute ist es hier im Vergleich zu gestern plötzlich mit momentan Minus 6 Grad ganz schön kalt, dafür aber sonnig. In einer halben Stunde raffen wir uns auf und fahren vor ans Meer und machen da einen Spaziergang.

Habt alle noch einen schönen Sonntag.
Eure

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Göteborg von oben…

…ist recht hübsch anzusehen. Letzte Woche, als meine beste Freundin uns für ein paar Tage besucht hat, haben wir von zwei verschiedenen Punkten in der Stadt den Blick herab genießen können, denn das Wetter war wider Erwarten voll auf unserer Seite. Ich mag diese Mischung aus Hafenstadt und Natur sehr.

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Drop in…

Am Montag habe ich den Vogel abgeschossen, als ich unserem Sohn (wie schon viele Male zuvor) die Haare schneiden wollte. Ich habe den Apparat, wie immer, für den Hinterkopf auf 9 mm eingestellt, losgelegt, und mich sofort gewundert. Irgendwas war komisch. Noch ehe ich das Gefühl greifen, bzw. den Gedanken zu Ende denken konnte, fragte „mein Opfer“ mich auch schon, ob ich denn den Aufsatz auf den Apparat gemacht hätte. NEIN! Hatte ich nicht. Das war auch die Ursache für das komische Gefühl und nun für die noch komischere Optik an seinem Hinterkopf. Ich hätte mir eine scheuern können für meine Verpeiltheit. Sohnemann hat nur gelacht und gesagt, ich solle mal Fade-Haircut googlen. Gesagt, getan. Kurz in der Tube ein Tutorial angesehen und mich dann in Schadensbegrenzung geübt. Als ich fertig war, gefiel uns, was ich gemacht hatte. 🙂 Manchmal kommt man über Umwege ans Ziel. Oder an neue Ufer. Oder zu neuen Haarschnitten. 😆

Am Mittwoch haben mein Mann und ich einstimmig unsere Urlaubsplanung komplett über den Haufen geworfen und umdisponiert. Statt mit dem Wohnwagen dem „schönen Wetter“ hinterher zu jagen, machen wir nun nur noch kürzere Trips und kehren, bis auf Ausnahmen, abends wieder zurück in unser schönes Zuhause mitten im traumhaften Urlaubsland Schweden. Wo andere Urlaub machen, da machen wir dieses Jahr auch Urlaub… 😀

Heute waren wir wieder mal in unserem geliebten Botanischen Garten Göteborg. Das Wetter war ideal. Sonnig, teils bedeckt, 20 Grad, ein laues Lüftchen. Es war erstaunlich wenig los, was mich sehr gewundert hat. Gestört hat uns das aber keineswegs, denn es war eine regelrecht gemütliche Stimmung, die wir sehr genossen haben.

 

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Hat größtenteils Spaß gemacht, …

…der Ausflug gestern.

Es war nicht eben ein Kinderspiel, in das von mir gewünschte Parkhaus zu finden, denn im Zentrum Göteborgs wird an der Verkehrsführung gebaut, die ohnehin nicht leicht zu durchschauen ist. Dennoch waren wir pünktlich um 10 Uhr vor Ort. Die Aktivitäten, die wir besucht haben, fanden innen, bzw. im Zelt statt, weshalb wir das Wetter weitest gehend mit Mißachtung strafen konnten. Ich habe mir dennoch im Vorbeigehen in der Touristeninformation einen neuen Schirm gekauft, der gleich erraten läßt, wo ich ihn her habe… Winking smileUmbrella

Wir haben uns unter anderem über neuartige Stoffe und innovative Ideen betreffs Solarenergie informiert. Eine mannshohe Fotografik hat uns genauestens erklärt, welche chemischen Elemente sich wo in unseren Smartphones befinden. Das ist echt der Wahnsinn. Umso weniger verständlich ist, daß in unserem Alltag immer wieder von allen Seiten versucht wird, uns das neueste Modell als überlebensnotwendig aufzuschwatzen. Sowas kotzt mich an. Ich selbst habe zur Zeit nicht einmal ein eigenes Handy, sondern nur das Firmenexemplar. Und das ist ein Windowsphone! Ich komme damit bestens zurecht. Es macht tolle Fotos und Musik könnte ich damit auch hören. Mache ich aber nur äußerst selten. Die eine oder andere (im Prinzip unnötige) App kann ich mit diesem Operativsystem nicht haben, aber das habe ich bis jetzt unbeschadet überlebt, und ich werde es wohl auch weiterhin tun. Nur schade, dass keine Nokia-Modelle mehr als Windowsphones hergestellt werden, denn irgendwann muß ich ja vermutlich mal ein neues Exemplar haben…

Um die Mittagszeit haben wir in einem etwas abgelegeneren Café in Nordstan einen Kaffee getrunken. Ich fand es etwas befremdlich, dass der Kellner uns fragte, ob wir Englisch mit ihm sprechen könnten. Aber vielleicht hätte ich froh sein sollen, daß er nicht statt dessen Suaheli oder Japanisch gesagt hat. Kann ich nämlich gar nicht. Seid mir nicht böse, aber ich finde, daß man mitten im größten Einkaufszentrum der zweitgrößten schwedischen Stadt wenigstens leidlich Schwedisch sprechen können sollte, wenn man da als Kellner arbeitet.

Was ich allerdings noch schlimmer fand, kam etwas später: Wir waren ganz in der Nähe der Saluhallen.*  Sohnemann verspürte plötzlich den Drang, zur Toilette zu gehen, weshalb wir die Saluhallen betraten. Die Toilette war schnell gefunden. Die fünf Kronen für die Benutzung nicht ganz so schnell zusammen gekratzt, denn man benutzt ja hier nur noch selten Bargeld. Dann schwante uns schon, dass es bei der Benutzung des stillen Örtchens zu leichten Komplikationen kommen könnte. Denn das stille Örtchen wurde nach Aussage anderer Notdürftiger plötzlich auch zum finsteren Örtchen. Als Sohnemann seine fünf Kronen entrichtet, die Tür ordnungsgemäß geöffnet und hinter sich von innen geschlossen hatte, dauerte es ca. 20 Sekunden, bis das Licht draussen von Rot (besetzt) auf Grün (frei) umsprang. Und es war naturlich genau, wie ich sofort vermutete: Das Licht im stillen Örtchen ging aus. Hätte nun jemand seine fünf Kronen in den Bezahlschlitz gesteckt, dann hätte er umgehend die Toilette betreten und benutzen können – allerdings gemeinsam mit meinem Sohn. Aber immerhin: Für ca. 20 Sekunden hätten die “beteiligten” Personen erst  mal Licht gehabt… Surprised smileLight bulbClock

Diese Vorstellung fand ich etwas verstörend und wir waren willens, die Objektleitung umgehend von dieser “Funktionsstörung” zu informieren. Aber, wie von uns nicht anders erwartet, haben wir natürlich nirgends eine Information gefunden, wo sich selbige befindet. Die Angestellte an einem Stand, die wir fragten, teilte uns halbherzig mit, dass am Wochenende niemand vor Ort sei und sie auch keine Telefonnummer habe. Sie würde aber sobald wie möglich “Bescheid geben”. Für den Begriff “Servicewüste Deutschland“, den ich früher oft gehört habe, habe ich hier in Schweden nur noch ein müdes Lächeln übrig. Was uns hier im Laufe der Jahre an kleinen und größeren Servicemängeln schon so alles unter gekommen ist, das übersteigt alles mir persönlich bekannte in Deutschland bei weitem.

Wirklich schön war es dagegen einige Zeit später wieder, als wir im Science-Fiction-Buchhandel waren. Ein unglaublich breit gefächertes, zu großen Teilen englischsprachiges, Angebot an Literatur, Spielen, Filmen und Sammler-Accessiores gab es da. Ich habe mir, häufig schmunzelnd, mit diesem Buch ein bißchen die Zeit vertrieben, während Sohnemann die Regalreihen nach seinen Interessen durchstöbert hat. Um einige hundert Kronen erleichtert, dafür mit zwei Büchern und einer DVD für seine Eltern Winking smile verließ er an meiner Seite später den Laden.

Ein wenig befaßten wir uns noch mit Philosophie  (auch ein Thema, das uns beide interessiert) im Themenzelt des Festivals, bevor wir gegen 16 Uhr die Heimreise antraten. Wir haben über all die Stunden unglaublich viel geredet. Über alles, was uns interessiert und beschäftigt. Das ist etwas, das ich liebe, da sich unser beider Interessen an vielen Stellen überschneiden und wir beide uns meist für die Gedanken und Ansichten des anderen interssieren und wir immer wieder unseren Horizont erweitern.

* Beim Verlinken habe ich gemerkt, dass es zwar einen Tab für die englischsprachige Version dieser Seite gibt, das Anklicken des selbigen aber nichts bringt. Mir scheint, den Eigentümern/Betreibern der Saluhallen geht es etwas zu gut. Kundennähe scheint nicht (mehr) ihre oberste Priorität zu sein.