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Hätte, hätte, Fahrradkette…

Ob ich nun will, oder nicht: An solch einem Tag, wie dem gestrigen, macht mein Hirn schon dann und wann mal einen Abstecher an die „Hätte-wäre-wenn-Front“.
Hättest du nicht getankt… Ja, was dann? Keine Ahnung! Vielleicht hätte ich statt dessen früh noch drei, vier Minuten länger geschlafen?! Solche Gedanken führen zu nichts!
Deswegen bin ich jetzt auch mit ihnen durch und schaue einzig in eine Richtung: Nach vorn!

Unfall mit möglichem Totalschaden. Sch***, aber was soll´s? Mir und der Fahrerin des am Unfall beteiligten anderen Autos ist nichts nennenswertes passiert. Das ist die Hauptsache. Der Rest sind Blech, Unannehmlichkeiten, Kosten… aber nichts, was mein weiteres Leben grundlegend verändern wird. Also bei allem Mist ist ganz viel Positives übrig.

Als das Auto abgeschleppt war, die Hände nicht mehr zitterten und die Nerven sich wieder beruhigt hatten, haben Sohnemann und ich später nach einer Ewigkeit mal wieder Scrabble gespielt. Er findet dieses Spiel ideal zur „Unterstützung der wiederkehrenden Auffrischung seiner Muttersprache“. Ich teile seine Meinung. Außerdem taugt es auch recht gut, um den Kopf frei zu bekommen, wenn sich darin sinnlose Gedanken rumtreiben wollen… 😉

 

24 Kommentare zu „Hätte, hätte, Fahrradkette…

  1. Mein Gott Berta!
    Ich bin froh dass keiner direkt gesundheitlich zu Schaden kam.
    Weiß gar nicht was ich sagen soll bei dem Anblick!
    Freue mich dass es Dir und der Unfallbeteiligten soweit gut geht.
    Alles andere läßt sich richten….
    Tröstende Grüße
    Rika

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    1. Danke, meine Liebe. 🙂
      Genau so, wie du schreibst, ist es.
      Ich schaue nach vorn und bin froh, dass ich außer einer kleinen Beule am Kopf nichts abbekommen habe. Die andere Fahrerin auch nicht. Alles andere ist Pillepalle…
      Und jedes Lamentieren ist weiter nichts, als verschwendete Zeit und Energie.
      Sollen sich die Versicherungen jetzt der Sache annehmen.

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  2. Auweia, das sieht wirklich nach einem Totalschaden aus. Ich bin auch froh, dass euch nichts Schlimmeres passiert ist.
    Solche Gedanken kenne ich. Mir geht es damit zum Glück meist so, dass ich froh darüber bin, dass ich etwas später an solch einem Unfallort vorbeikomme. Gerade auf der Autobahn z.B. …da denke ich dann anders herum manchmal: „Wie gut, dass ich noch tanken gefahren bin“ oder „Wie gut, dass ich doch später losgekommen bin.“ Die Gedanken sind dann aber schneller wieder fort, denke ich, als solche, wenn man an solch einem Unfall beteiligt ist.
    Es ist gut, dass du nach vorne schaust! Ich hoffe für dich/euch, dass alles schnell und problemlos geregelt werden kann.
    Liebe Grüße…

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    1. Unverhofft kommt oft, sagt man. Ich kenne deine Gedanken auch. Vor etlichen Jahren ist einmal ca. 50 Meter vor mir auf der Autobahn ein Mensch in seinem Auto verbrannt. Das war furchtbar.
      Man darf sich wirklich immer glücklich schätzen, wenn einem nichts passiert. Speziell, wenn man so viel Auto fährt. Der Materialschaden ist zu verkraften. Die Versicherungen können jetzt was machen für ihr Geld. Mal schauen, was meine zu meinem Auto sagt. Ich denke, das wird nicht mehr repariert.

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  3. Ich schreib von unterwegs und bin erst mal erschrocken. Zum Glück ist keinem was passiert und das ist die Hauptsache. Die Versicherung wird hoffentlich alles problemlos regeln und dann setz dich bald wieder in ein Auto, dass sich die Angst nicht erst verfestigt. Trotzdem sitzt der Schreck noch in den Knochen….

    LG Biene

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    1. Danke, liebe Biene.
      Euch wünsche ich ein paar sehr schöne Tage. 🙂
      Morgen früh schon setze ich mich wieder in ein Auto (das meines Mannes) und fahre meine 50 km zur Arbeit und nachmittags wieder heim. Mir bleibt da sowieso nichts anderes übrig.
      Ich hatte vor zweieinhalb Jahren einen Crash mit einem Elch, bei dem ich auch einen Schutzengel hatte. Da bin ich sofort wieder Auto gefahren. Aber oftmals, wenn ich an der Stelle langfahre, habe ich ein komisches Gefühl.

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    1. Ja, ich bin auch froh. Alles kann sich so schnell ändern im Leben. Von einer Sekunde zur nächsten…
      Wenn man das Bild sieht, dann denkt man, dass das ein Frontalunfall gewesen sein könnte. War es aber nicht. Ein sehr großer, alter und stabiler Pkw ist mir auf meiner Seite vorn ins Auto gefahren und hat dabei diesen Schaden verursacht. Ich denke, der Airbag hat deshalb nicht ausgelöst. Es war weder richtig seitlich, noch von vorn.
      Dir auch einen sonnigen Gruß aus dem frühlingserwachenden Schweden. 🙂

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  4. Ach du sch***e 😱
    Wie ist es passiert? Habt ihr euch gegenseitig nicht gesehen? Zu schnell oder einfach nur Pech? Aber Gott sei dank ist niemand körperlich zu Schaden gekommen.
    Dann hat das Scrabble dich danach wohl gut abgelenkt.
    Ach herrje 😞

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    1. Das ist die Frage. Und es gibt keine Zeugen. Sie war auf der Hauptstrasse, hat aber rechts geblinkt. Ich habe ihr geglaubt und wollte nach links in die Hauptstrasse einbiegen. Es steht Aussage gegen Aussage. Wir haben das aber gar nicht diskutiert. Sowas ist sowieso völlig unnütz. Die Versicherungen werden das jetzt schon klären. Mein Auto sieht übel aus, weil sie „ein richtiges“ Auto hatte, mit dem sie mir auf meiner Fahrerseite vorn rein gefahren ist.
      Das Scrabble hat mir tatsächlich gut getan. 🙂

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      1. Sowas ist aber auch total blöd, wenn du unschuldig bist und trotzdem es nicht beweisen kannst. Na mal sehen, was die Versicherungen machen. 🙄
        Und ja, diese hätte hätte Gedanken bringen wirklich nichts, denn hätte der Hund nicht aufs Feld geschissen, hätte der den Has‘ gekriegt. 😄

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  5. Oh, oh das scheint vor Gericht zu gehen. Aber ist Dein Auto tatsächlich Totalschaden? Vorne ist doch meist Plastik. Ein paar neue Teile rann und fertig. Bei meinem Unfall, ich war allerdings völlig schuldlos, sah der Unfallgegner allerdings nicht einmal vor Gericht ein, dachte ich auch das war es. Als ich zu meiner Werkstatt kam, sagte der Werkstattleiter, ach halb so schlimm.

    Nur gut, dass ihr unverletzt geblieben seid. Alles andere lässt sich ja irgendwie regeln.

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    1. Ja, das läßt sich alles regeln. Hier ist das bißchen anders, als in Deutschland. Die Versicherungen bestimmen jetzt, wer wieviel Schuld aufgebrummt bekommt. Die Polizei ist sowieso nicht zum Unfallort gekommen. Es steht Aussage gegen Aussage. Und da ich von der Nebenstaße kam, muß ich wohl schon froh sein, wenn ich mit 50 Prozent davon komme. Ich kann ja nicht beweisen, dass sie geblinkt hat…

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      1. Na dann kannst Du nur hoffen, dass Du nicht die Alleinschuldige bist. Weshalb kam denn die Polizei nicht? Der Schaden sieht ja nicht unerheblich aus.

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      2. Die Polizei kommt meines Wissens hier nur bei Personenschaden. Ich habe sie angerufen. Der Fall ist registriert. Wir sollten gegenseitig Fotos von unseren Führerscheinen machen, die Versicherungsdaten austauschen und die Telefonnummern. Ein Blankoformular für einen Unfall haben wir auch ausgefüllt. Jeder hat ein Exemplar. Das war´s.
        Was mein Auto angeht: Da muss ich jetzt mal warten, was die Versicherung sagt. Aber bei Baujahr 2011 und 150000 km wird das wohl nichts mehr werden. Der Rahmen ist auch verzogen, glaube ich, denn ich habe das Handschuhfach gar nicht mehr komplett öffnen können. Aber ich habe keine Ahnung…

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  6. Schreck meinerseits in der Abendstunde. Ach meine liebe Berta, zum Glück ist dir nichts passiert!!!
    Alle anderen Dinge regeln sich irgendwie. Du hast die richtige Einstellung dazu!
    Liebe Grüße und eine lange Umarmung von deiner Ingrid

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  7. Oh, liebe Berta! Mein Bruder hatte einen entsetzlichen Unfall, als er 24 Jahre alt war. Seitdem finde ich, dass jeder Unfall gut verlief, wenn alle Fahrgäste gesund aussteigen.
    Aber erleben möchte ich das auf keinen Fall und ich hoffe, Du und Dein Sohn habt Euch erholt von dem Schreck.
    Die Gedanken kenne ich. Sie verfolgen einen manchmal mit einer Hartnäckigkeit, die erschreckend ist. Aber in ein paar Wochen ist alles mehr oder minder vergessen.
    Ich bin sehr froh, dass Euch nichts passiert ist.

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    1. Die Gedanken hatte ich schon weitest gehend ad acta gelegt – bis ich gestern das Auto noch einmal gesehen habe und der (sehr nette) Gutachter die Motorhobe angehoben hat. Darunter sah es erschreckend aus. Als ich ihm dann noch zeigte, was für ein Auto da in meins reingefahren ist, sagte er sehr ernst, dass ich beim Aufprall einen Meter weiter in meine Richtung gestern nicht neben meinem Auto gestanden hätte. Recht hat er. Das hat mich nun wieder sehr nachdenklich gemacht.
      Mein Sohn saß übrigens nicht mit im Auto. Ich war auf dem Weg zu ihm – nur noch ca. einen Kilometer von ihm entfernt. Er kam sofort „angerast“, als es mir nach einigen Minuten endlich gelungen war, seine Nummer in meinem Handy zu wählen. Meine Hände haben so extrem gezittert und ich war erstmal derart von der Rolle, dass es ein regelrechtes Kunststück war, das Handy zu bedienen…

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    1. Ja, danke, das habe ich. 🙂
      Allerdings hatten meine Hände die ersten Minuten derartig heftig gezittert, dass es mir nicht gleich möglich war, die Polizei und meinen Sohn anzurufen. Ich hatte es versucht, aber es ging ständig daneben.
      Jetzt, eine Woche später, sehe ich den Unfall bedingt gelassener. Ich bin übrigens am übernächsten Tag wieder fünf Uhr früh meine 50 Kilometer zur Arbeit gefahren – mit dem Auto meines Mannes. Mir blieb und bleibt auch gar nicht anderes übrig. Es gibt für mich keine andere Möglichkeit, als mit dem Auto da hin zu kommen. Aber ich denke, es ist besser, sich so schnell, wie möglich wieder hinter´s Steuer zu setzen, sonst traut man sich am Ende vielleicht gar nicht mehr.

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      1. Das wird einem auch immer geraten und ich habe damit auch schon gute Erfahrung gemacht – daß man sich so bald wie möglich wieder ans Steuer setzt.
        Hast Du denn ein gutes Gefühl beim Fahren? Das ist das Wichtigste, das Materielle machen Autoschrauber und Juristen.

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