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Eine Belobigung außer der Reihe…

… haben mein Kollege I und ich heute von unserer Chefin bekommen.
Sie war die gesamte letzte Woche dienstlich im Ausland und wir haben „das Kind mal wieder geschaukelt“.
I ist der „försteman“ bei uns. Das heißt auf Deutsch soviel wie: erster Mann. Deshalb nenne ich ihn auch gerne mal Adam .Toblerone
Adam und ich haben am vergangenen Donnerstag mal eben so nebenbei Krisenbewältigung gemacht. In einer unserer Abteilungen gibt es gelinde gesagt grobe Spannungen. Mit klareren Worten: Eine Kollegin wird von einer anderen permanent gemobbt. Letzte Woche eskalierte die Situation und die gemobbte Kollegin sagte am Donnerstag gegen Mittag, daß sie nun nach Hause gehe und den Rest der Woche „krank“ stemple, da sie es nicht mehr aushalte. Wir haben uns kurz beraten und sofort reagiert, indem wir unsere Chefin unmittelbar davon in Kenntnis gesetzt haben. Auf diesem Wege kam nun endlich einmal ein Stein ins Rollen. Eins, fix, drei war die Personalchefin da und hat mit der gemobbten Kollegin ein längeres Gespräch geführt. Später dann hat sie sich die Mobberin geholt und mit ihr ebenfalls ein längeres Gespräch geführt, zwischendurch mit unserer Chefin telefonisch Kontakt gehalten und dann unseren Produktionschef informiert.
Zum Feierabend sind die beiden zu mir ins Büro gekommen und wollten meine neutrale Einschätzung der Situation hören und mich zugleich über einige Details in Kenntnis setzen. Unser Gespräch hat eine gute halbe Stunde gedauert. Zu dritt in meinem Büro. Genau da fingen meine Halsschmerzen an. Mittlerweile habe ich eine ausgewachsene Erkältung , die heute ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Ich hoffe es geht nun wieder bergauf. Oder besser gesagt: bergab. Weg vom Höhepunkt.

Die Mobberin hat noch am Donnerstag, glaube ich, eine Abmahnung bekommen. Freitag war sie noch auf Arbeit. Heute war die andere Kollegin nun wieder da und die Mobberin krank. Und sie hatte mal wieder eine haarsträubende Geschichte auf Lager. Das arme Opfer. Als solches sieht sie sich nämlich selbst. Aber nun ist endlich mal Bewegung in diese gelinde gesagt unschöne Geschichte gekommen, denn im Gegensatz zu unserer Chefin macht unser Produktionschef mal wieder „Nägel mit Köpfen“. In naher Zukunft wird es nun ein paar tiefgreifende Veränderungen in dieser Abteilung geben und das ist gut so.
Und wenn unsere Chefin unser Handeln nicht wertschätzen würde, dann hätten wir sicher nicht jeder so ein „Stängchen Gold“ von ihr bekommen.

10 Kommentare zu „Eine Belobigung außer der Reihe…

  1. Weißt Du was, ich finde es schön, daß eure Chefin sich der Sache annimmt und auch was tut – in der Regel gucken Chefs bei sowas weg – so nach dem Motto das ist Kindergarten und unter ihrer Würde sich damit zu befassen.

    Und ich finde es auch schön, daß sie euch diese liebevolle Aufmerksamkeit hat zukommen lassen 🙂

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  2. das du ein kleiner engel bist, ist mir schon klar, liebe freundin. 😉
    herzlichen glückwunsch zum beherzten handeln für die gemobbte kollegin.
    die mobberin sollte sich mal fragen ob sie immer im recht ist, doch selbstkritik ist nicht jederfraus sache.

    ich bin stolz auf dich, berta. 😀

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  3. Mobbing ist ein ganz übles Ding und nimmt hier in Deutschland unglaubliche Ausmaße an. Nun, Du hast es gut unterbunden, ich gratuliere Dir. Da muss man gleich gegenan gehen, oder so bald wie möglich, das darf nicht einreißen.

    Ich bin auch mal Mobbing-Opfer gewesen, obwohl ich alles andere als der „Opfer-Typ“ bin, ich wurde von meinem Chef gemobbt, habe mich aber leider nicht gewehrt und auch nicht beschwert. Das ist ganz übel und man wird richtig krank davon. Ich habe gekündigt und heute denke ich manchmal, ich hätte mich massiv zur Wehr setzen sollen. Na gut, heute gehts mir gut! 😀

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  4. Es ist gut, dass es doch noch Personen gibt, die sozusagen zur Stange halten. Mobbing ist eine üble Mischung aus Neid, Hass, Unverständnis, Egoismus und auf beiden Seiten leider ohne Selbstbeherrschung. Gerade letzteres ist besonders schwer und muss regelmäßig von jedem selbst überprüft werden. Schlimm sind die Menschen, die sich an solcher Situation ergötzen, ihre vermeintlichen Vorteile daraus schlagen und durch zuschauen die Sache immer wieder einheizen. Erfreulich sind dann eingeführte Neuerungen, wenn auch der alte Trott hartnäckig sein kann.
    Wünsche von Herzem jedem die innere Zufriedenheit und den Mut zur offenen Aussprache.

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  5. Also eigentlich ist es ja nicht unsere Chefin, die was tut, sondern der Produktionschef. Sie war mehr oder weniger gezwungen, sofort auf meine Mail zu reagieren. Das ging schon viel zu lange und erreichte an diesem Tag lediglich einen neuen traurigen Höhepunkt. Zum einen scheut sie sich, Koflikte zu lösen, zum anderen läßt sie vieles viel zu lange schleifen.
    Es hatte sein Gutes, dass sie eben gerade im Ausland war und diesmal nicht wieder vor Ort alles irgendwie runter reden konnte. Ich bin gespannt, was in nächster Zeit geschieht. Ich werde berichten.
    Das Präsent war wirklich nett und auch, dass sie uns gelobt hat. Aber es war ihrerseits auch eine Flucht nach vorn, da mache ich mir keine Illusionen.
    Über Mobbing wird hier Gott sei Dank nicht hinweg gesehen. Ich hoffe das bleibt auch so.

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  6. Du machst mich ganz verlegen, liebe Elfie 😳 :))
    Die Mobberin sollte definitiv mal mit sich vor Gericht gehen. Aber leider kenne ich sie zu gut, um zu glauben, dass sie das begreift oder gar tut. Sie ist leider ein hoffnungsloser Fall.
    Und ich kann dir sagen: Dummheit gepaart mit Hinterhältigkeit ist eine furchtbare Kombination.
    Noch ist sie „krank“. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, wenn sie wieder da ist.

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  7. Ja, liebe Hanna, was du über dich selbst schreibst, das kommt mir aus meinem engen Umfeld bekannt vor. Da war es auch der Chef, und das Opfer wirklich alles andere als der Opfertyp. Man glaubt garnicht, was alles geschehen kann.
    Mobbing ist furchtbar und wirklich NIEMAND sollte denken, dass er nicht das nächste Opfer sein kann. Man kann ja auch im privaten Umfeld gemobbt werden. Was bin ich froh, dass wir so tolle Menschen als Nachbarn haben…
    Das mit dem Wehren ist wahr, aber ich glaube auch, dass das manchmal leichter gesagt als getan ist.

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  8. Wie wahr, was du da schreibst.
    Es gibt eine ganze Reihe „unbeteiligter“ Personen. Die könnte man durchaus auch als „Passivmobber“ bezeichnen. Denn sie helfen dem Mobbingopfer keineswegs, sondern machen unter Umständen alles nur schlimmer.
    Der Gedanke: Gott sei Dank nicht ich spielt wohl auch eine Rolle.
    Aber irgendwann muß man doch auch mal das Kreuz haben und auf irgendeine Art helfend einschreiten.
    Ich bin in unserer Abteilung „Skyddsombud“, was soviel wie Arbeitsschutzbeauftragte bedeutet. Das beinhaltet physischen und psychischen Schutz. Ich habe natürlich Schweigepflicht, wenn ein Mitarbeiter mit einem Problem an mich heran tritt. Aber ich muß feststellen, daß man für den psychischen Teil nur selten um Hilfe gebeten wird.

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  9. Mobbing ist eine schlimme Sache.
    Viele Betroffene schweigen zunächst.
    Wenn es soweit kommt, daß man dann krank wird,
    bzw. psychische Probleme bekommt, ist es meistens
    zu spät.

    Ich finde es toll, daß du und dein Kollege so schnell
    gehandelt habt.
    Vielleicht besteht die Möglichkeit, daß man die
    beiden Kolleginnen trennt, bzw. in andere Abteilungen
    unterbringt?

    LG
    Uschi

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  10. Ja, liebe Uschi, ich hoffe sehr, dass es so kommt. Momentan ist die Mobberin krank.
    Ich hoffe auf unseren Produktionschef. Er ist ein Mann der Taten. Ich habe gehört, dass er schon irgend etwas plant…

    LG Berta

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