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Beruflicher Nichtsnutz

Nicht, dass der nunmehr achte WWM-Millionär in all den Sendungen, durch die er in den letzten Tagen gezerrt wurde, irgendwie unsympathisch rüber kam. Nein, das kann ich nicht behaupten. Und ich gönne ihm die Kohle. Mir doch egal. Ich kenne den Mann ja gar nicht. Warum sollte ich ihm seinen Gewinn also missgönnen?
GeldAber, ja, ich kenne eine ganze Reihe anderer Menschen, denen ich einen solchen Gewinn um ein zigfaches mehr gönnen würde. Schon ein Bruchteil der Gewinnsumme würde da dicke reichen. Mit der Million könnte eine ganze Horde Menschen beglückt werden, die es meiner Meinung nach auch verdient hätte. Viele könnten das Geld zudem wahnsinnig gut gebrauchen. Weil sie mit dem, was sie durch ehrliche Arbeit „verdienen“, noch nicht mal ordentlich über die Runden kommen können. Und das, obwohl sie teilweise richtige Knochenjobs ausüben, beschene Arbeitszeiten haben, im Dauerstress stehen, mehrere Jobs haben müssen, die auch noch ständig auf einander abgestimmt werden müssen, bekloppte Vorgesetzte ertragen und akzeptieren müssen, und, und, und. Alle, an die ich dabei denke, machen ehrbare Arbeit und ich habe Hochachtung vor jedem einzelnen von ihnen.
Vor dem bisher jüngsten WWM-Millionär hingegen habe ich die nicht. Wenngleich er vielleicht noch als „coole Sau“ durchgeht, ist er doch in meinen Augen ein beruflicher Nichtsnutz. Pokerspieler! Meine Fresse, was für ein Beruf. Der ist doch wirklich so nutzlos wie ein Regenschirm in der Sahara. Finde ich beschämend. Da schafft man meiner Meinung rein garnichts, worauf man stolz sein kann. Aber gut, wen das erfüllt…?!

17 Kommentare zu „Beruflicher Nichtsnutz

  1. Danke meine Liebe – Du glaubst nicht wie sehr Du mir aus dem Herzen sprichst – und symphatisch fand ich ihn auch nicht.
    Ich dachte anfangs sogar, daß Jauch ihn auflaufen lässt, das macht er ja öfter mal gerne mit Leuten, die ein übersteigertes Ego haben.

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  2. Ich habe die Sendung selbst ja leider nicht gesehen.
    Dass der Typ die Million hat, ok. Wie gesagt, mir irgendwo egal.
    Aber dass der so als Erfolgstyp schlechthin dargestellt wird, das ist zum Kotzen. Aber verwunderlich ist es leider nicht.

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  3. Ja, lieber Nero, das beweißt, das der Typ ja eigentlich wirklich was drauf hat. Oder besser: haben könnte.
    Der kann ja z. B. in kürzester Zeit ungeheuer viel Wissen in sich aufnehmen. Diese Fähigkeit ist doch toll.
    Aber dass er mit seinen Voraussetzungen von Beruf POKERSPIELER ist, das ist für mich ein Armutszeugnis. Wenn es das ist, was der im Leben will?! Traurig.

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  4. Aber Liebes das ist doch immer so, die die wirklich für eine Gesellschaft wichtig und nützlich sind, seien es Müllmänner oder Krankenschwestern oder Bauarbeiter, die werden doch seltenst mal erwähnt 😦

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  5. also, so richtig sympathisch fand ich den auch nicht. Mir hat der Millionen-Moment gefallen, dass er echt die Antwort wusste, ohne die Auswahlmöglichkeiten zu kennen. Aber sonst – kein Typ, mit dem ich ein Bier würde trinken wollen.

    Aber davon ab, zunächst hab ich es auch so gesehen wie Du. Dann hab ich mir überlegt, wieviele Leute mit viel fragwürdigeren Methoden Geld verdienen. Der tut mit seinem Pokern wenigstens keinem weh – von daher fand ich es nachher nicht mehr so blöd wie zuerst. vielleicht machen wir mit unseren Tugenden und Pflichtbewusstsein ja was falsch 😉

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  6. Ja, fast immer nur diese blöden Kackbratzen >:-( .

    Spindeldürre Modells, die „es geschafft“ haben und so super erfolgreich sind. Oder eingeheiratete Millionärsgattinen, bei denen dir das kalte Grausen kommt, wenn du sie siehst, die aber auch supererfolgreich die wie auch immer erworbene Kohle Ihrer Alten verkloppen. Oder Superstars! Auch so eine Kategorie, bei der du auch mal wieder abnimmst, weil du garicht soviel essen kannst, wie du kotzen mußt.
    Ich könnte, wie du weißt, endlos so weiter machen.
    Ehre, wem Ehre gebührt? Mitnichten! Die Medienlandschaft ist total verkommen.

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  7. Klar war das geil, dass er die Antwort auf diese Weise geben konnte. Und woher er die kannte, das gefällt mir ja auch 🙂 .
    Wobei: Wenn der zehn Jahre seines Lebens gekellnert hat, dann ist das auch wieder armselig, dass er dann erst dieses Buch lesen musste, um zu wissen, was es mit dieser Stellung auf sich hat.
    Und er tut ja auch keinem weh mit seinem Beruf. Absolut richtig. Nur ist er eben ZU NICHTS NUTZE!!! Bei dem, was der Typ drauf haben könnte ist das eine Schande. Wenn das der Sinn des Lebens ist?
    Dass leider allzu viele Menschen ihr Geld auf weitaus fragwürdigere Weise und zu lasten anderer verdienen, ist nur allzu wahr. Aber das steht eben auf einem anderen Blatt…
    Ja, unser Pflichtbewußtsein… :))
    Laß mal, das ist schon gut so.

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  8. Da sagste was ….
    Ich gucke schon seit um 9 Spiegel TV – wie leben wir in der Zukunft – da könnt ich auch die Krätze kriegen bei all den Inovationen, die sich dann auch wieder nur eine Hand voll Leute leisten können, für die übergroße Mehrheit der 7 Milliarden Menschen ist das völlig irrelevant, was man beispielsweise mit Kleidern soll, die auf Knopfdruck die Farbe ändern will sich mir einfach nicht erschließen.
    Wenn man die Energie, die darauf verwendet wird so einen Unsinn herzustellen lieber darauf verwenden würde was sinnvolles zu entwickeln wäre die Welt ein besserer Ort.

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  9. @vonB-lang
    Ich gebe Dir recht. Er hat sich da ehrlich durchgezockt und ich gönne ihm die Million. Natürlich ist das ein beschissenener Beruf, den er angegeben hat. Aber ich fand ihn weder unsympathisch noch besonders sympathisch. Mit gefiel die Art, wie er gespielt hat. Und wenn er auf 500,- runterdonnert wäre, dann hätte ihn das bestimmt auch nicht umgehauen.

    Ich könnte nicht so cool spielen, weil ich immer vor Augen hätte, was ich damit alles tolles (auch für Leute in meinem Umfeld) machen könnte, insofern ist so eine eher verantwortungs(lose)freie Haltung sicher hilfreich.

    So kontrovers kann man das betrachten. 😀

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  10. liebe berta, ich schaue diese sendung nicht, eigentlich sehr wenig private sender.
    deswegen kann ich nicht mitreden.
    doch habe ich mir beim lesen deines textes und der kommentare auch gedanken gemacht.
    vielleicht wollte er ja mit absicht als nichtsnutz „pokerspieler“ durchgehen.

    sicherlich ist man bei leuten noch toleranter im gönnen, wenn der oder diejenige schwer arbeitet und wer weiß was für verpflichtungen hat.

    es ist nur geld, welches den besitzer wechselt.
    drum sollten wir beachten, daß der nixnutz vielleicht fehler macht und die million schneller weg ist als gedacht. zb alles beim poker verzockt.

    und der herrgott bekommt alles mit. 😉

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  11. Stimmt, cool war er. Und das nicht nur gespielt.

    Ich könnte mich da auch nicht hinsetzen, ich wäre ein gefundenes Fressen für den Jauch. Der hätte ganz leichtes Spiel mit mir und könnte mich in Nullkommanix durcheinanderbringen, so nervös wie ich da wäre !

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  12. Ich habe, wie gesagt, die Sendung selbst nicht gesehen. Von daher will ich garnicht über seinen Durchmarsch da diskutieren. Wie er das gemacht hat, das ist mir schlussendlich egal. Er wirkt ja auch nicht unsympathisch. Was mich so anfrisst, das ist, wie er nun überall als Siegertyp-Gesamtpaket verkauft wird. Das soll nun auch beeindruckend sein, dass er als Pokerspieler sein Geld verdient. Nur darum ging es mir in meinem Post. Ich finde diese Art des Geldverdienens nämlich nicht beeindruckend, sondern ganz klar absolut nutzlos. Es ist aus meiner Sicht beschämend, dass ein Mensch mit seinen Fähigkeiten sich zu nichts besserem als dem Spiel berufen fühlt.

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  13. Ja, liebe Elfie, unter dem Strich ist es nur Geld, das den Besitzer wechselt. Das ist hier in meinem Post für mich selbst auch nur zweitrangig. Sonst hätte ich nämlich von vornherein einen anderen Titel gewählt.
    Ich habe die Sendung ja selbst auch nicht gesehen. Dass der Typ das so „gemeistert“ hat, das ist ja auch cool.
    Aber das ein Mensch mit diesen Fähigkeiten einen so absolut nutzlosen „Beruf“ ausübt, das ist für mich unfassbar. Und dann wird das in den Medien auch noch als erstrebenswert verkauft.

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  14. die bundesdeutschen medien egal ob öffentlich-rechtlich oder die privaten und wohl gerade die „machen“ doch gern ihre stars und sternchen.
    diese provokation hat ja auch getroffen, sonst würdest du den eintrag nicht geschrieben haben.
    unsere gesellschaft wird veramerikaniert.
    was ich sehr bedauere, denn die deutschen werte wie humanität, gerechtigkeit und unsere persönliche freiheit haben mich bisher sehr motiviert politisch zu arbeiten.

    gräm dich nicht wegen eines nixnutzes, er wird seinen denkzettel schon bekommen.

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  15. Danke für deine Zeilen, liebe Elfie.
    Nein, ich gräme mich absolut nicht. Ich wollte nur mal meine ganz persönliche Ansicht loswerden. Ich komme nämlich echt nicht darüber hinweg, dass ein Mensch, dem so tolle Fähigkeiten mit „in die Wiege gelegt“ wurden, so etwas absolut Unnützes als seinen Beruf deklariert. Spielen!
    Andere Menschen, wie z. B. du Elfie, die tun viel Gutes, Nützliches für die Gesellschaft – sogar ohne Bezahlung.
    Kannst du nachvollziehen, dass das Glücksspiel einen Menschen mit Intelligenz und allerlei Fähigkeiten ausfüllt? Ich nicht.
    Und die Million neide ich ihm, wie gesagt, nicht im geringsten.
    Ich bin davon überzeugt, dass die wirklich nicht glücklich macht…

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  16. :)) Das hat mein Mann auch gesagt, dass er das als Kellner ja auch so hätte wissen müssen 😉

    Stimmt schon, es sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Also bleiben wir wirklich besser bei unseren Leisten. 😉

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