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Neue Besen kehren gut…

Heute haben wir eine nigelnagelneue leitende Angestellte in unserer Firma bekommen.
Das Gute ist, daß wir damit nun bereits zwei weibliche Angestellte in der Chefetage sitzen haben. Endlich ist zumindest ein Anfang in Sachen Gleichstellung gemacht.

Die Neue hat so ziemlich den höchsten Posten in der Firmengruppe übernommen. Man darf davon ausgehen, daß sie kompetent ist. Sie hatte schon ähnliche Posten in anderen größeren/großen Firmen.

Um sie kennenzulernen, hatten alle Angestellten in der Produktion eine ca. 15-minütige Versammlung mit ihr. Bei Kaffee und Gebäck hat sie sich vorgestellt und sowohl ihre private, als auch ihre berufliche Vita vorgetragen. Sie ist vom ersten Eindruck her eine sehr angenehme, offene und lebhafte Person. Berührungsängste sind ihr fremd, würde ich denken…

Das bisher Einzige, was mir nicht gefallen hat, bzw., was ich in Frage stelle, ist, daß sie zu uns gesagt hat, daß sie sich schon sehr freut, uns alle näher kennenzulernen.

Tut mir leid, aber an solche Sprüche glaube ich nicht. Sie entbehren von vornherein jeglicher Logik.
Als leitende Angestellte auf allerhöchster Ebene in einer Firma mit mittlerweile 650 Beschäftigten und mehreren Niederlassungen in mehreren Ländern wird sie sich ganz sicher nicht für die graue Masse der Produktionsarbeiter interessieren. Kann sie auch garnicht, meine ich. Das ist ok. Aber was bitte, sollen dann solche Sätze? Das ist mehr Schein als Sein. Und wir alle wissen das. Wir sind ja nicht blöd. Warum wird so vieles einfach so dahergesagt? Vorgespielt?

7 Kommentare zu „Neue Besen kehren gut…

  1. Bei derart „selbstbewußten“ Damen ist Vorsicht geboten. Nicht das ich etwas gegen „Gleichstellung“ im Berufsleben hätte, ganz im Gegenteil. Nur muss dieser „Vorteil“ dann auch für alle Frauen gelten ;).

    Schlaf schön ;).

    Gruss Eva

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  2. die Alternative wäre: (ich denke hier an David Frankel’s ‚der Teufel trägt Prada‘) daß sie Euch allen vom ersten Tag ihres Daseins in der Firma zeigt, wo der Frosch die Glocken hängen hat und was ab jetzt abgeht. Wie würde man nach einem derartigen fünfzehnminütigen Statement von ihr denn dastehen?
    Es ist schwierig, ab einer gewissen Ebene, in der erwähnten Kürze der Redezeit die Ausgewogenheit zu finden (andere vergessen, Schwule und Muslime, Nichtraucher, Vegetarier und Juden unter den Anwesenden zu grüßen, und auch aus den Ecken hagelt es dann Proteste).
    Leider weiß ich, wovon ich hier spreche

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  3. Ich bin sicher nicht übervorsichtig. Aber ein skeptischer Mensch bin ich schon. Und ich hinterfrage auch gern.
    Mal sehen, wie sich das mit dieser neuen Chefin entwickelt. Ich werde beobachten und zu gegebener Zeit berichten.

    Liebe Grüße, Berta

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  4. Also sinnleeres Gerede. Ich finde, das sollte ein Mensch in solch einer Position tunlichst unterlassen. Auf jeden Fall, wenn er ernst genommen werden will.

    Ich mag es einfach nicht, wenn man uns für dumm verkaufen will.

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  5. Na, du holst aber ganz schön weit aus. Ich schrieb, daß ich diese Frau als angenehme und offene Person empfunden habe.

    Wir haben hier keine Angst vor unseren Chefs. In Schweden (vielleicht ja in ganz Skandinavien…) ist es nicht üblich, daß die Position herausgekehrt wird, oder daß man sich „wie ein Chef“ benimmt. Wenn man als Chef Angst und Schrecken verbreiten will, dann hat man sowieso gleich verloren.
    Und ich denke, je höher man in der Hirarchie angesiedelt ist, um so wichtiger ist es, daß man glaubhaft ist. Leeres Geschwafel ist da nicht angebracht.

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