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Vorüber…

tomte im Mond…ist der Weihnachtsabend. Er war angenehm. Da wir eine unkonventionelle Familie sind, planen wir nicht bis ins Detail voraus, wie Weihnachten ablaufen soll. Es kommt, wie es kommt…

Gestern gegen 11 Uhr vormittags sind T und ich zu W und S nach Örby gefahren. Dort haben wir auch endlich unsere Freunde H und K wieder gesehen, die seit drei Tagen wieder hier im Lande sind.

Gemeinsam haben wir alle darußen am offenen Feuer Glühwein getrunken. Später hat W Steaks und Würstchen gegrillt, die wir dann drinnen im Warmen gegessen haben.

Es waren ein paar vergnügliche Stunden gänzlich ohne Streß und Zwänge. Das mag ich. Gegen „Ende“ wurde die Zeit dann dennoch etwas eng, da wir Deppen doch glatt beim Einkauf am Vortag die Äpfel vergessen hatten. Die mußten wir nun auf jeden Fall noch kaufen. Ich hatte schon morgens im Netz nachgesehen, wie lange der Supermarkt am Weg geöffent hat. 14 Uhr war ok.

Auf dem Rückweg haben wir H und K noch das kurze Stück im Auto mitgenommen und daheim abgesetzt. Die Lieben hatten uns doch tatsächlich einen echten Dresdner Christstollen aus Deutschland mitgebracht. Darüber haben wir uns riesig gefreut. Nun wurde es doch kein „stollenloses“ Weihnachten. Der Stollen, den wir per Post erwartet hatten, ist leider noch nicht angekommen…

Als ich dann um die letzte Kurve zum Supermarkt bog, kam mir plötzlich wie aus dem Nichts ein wie irre rasender Krankenwagen mit Blaulicht entgegen. Bei den Straßenverhältnissen empfand ich dieses Tempo alles andere als angemessen.

Der Gedanke, am Heiligen Abend fünf vor zwei die Letzten im Supermarkt zu sein, war mir irgendwie etwas unangenehm. Ich hatte mich mit der „Ich-parke-den-Wagen“-Tour allerdings erfolgreich davor drücken können, mit hinein zu gehen . Allerdings habe ich dann auch wartend festgestellen können, daß wir bei weitem nicht die Letzten waren. Es kamen noch etliche Leute aus dem Markt…

Ohne Zeitdruck sind wir dann mit den Äpfeln heimgefahren. Auf der 41 kam es mir so vor, als ob mir ein Fahrzeug Lichthupe gegeben hätte. Ich sah auf den Tacho und dachte: Die machen doch wohl nicht wirklich am 24. Dezember eine Geschwindigkeitskontrolle ?!?

Nein. Machten sie nicht. Der Grund für die Lichthupe war der, daß die Straße einen halben Kilometer weiter voll gesperrt war. Hubschrauber, Feuerwehr, Krankenwagen, etliche Menschen waren zu sehen. Jetzt war mir auch klar, warum der Krankenwagen wenige Minuten zuvor so gerast war…

Wir mußten wenden und über einen kleinen Umweg heimfahren. Diese Bilder vom Unfall habe ich gestern allerdings nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Immer wieder dachte ich darüber nach. Wie endlich unser Leben ist. Wie sinnlos diese akute Verplanung der Freizeit bis ins Detail ist. Wie sinnlos es ist, unbedingt auf die Minute pünktlich irgenwo erscheinen zu wollen. Wie plötzlich alles von einer Sekunde auf die andere vollkommen über den Haufen geworfen werden kann. Nichts ist dann mehr, wie es vorher gedacht und geplant war.

Ich hoffe inständig, daß bei diesem Unfall alles schlimmer aussah, als es wirklich war. Wir haben nicht viel sehen können, und ich bin wirklich nicht gierig nach solchen Anblicken… Ich hoffe, daß kein Mensch gestern bei diesem Unfall sein Leben lassen mußte. Es war doch Weihnachten…

3 Kommentare zu „Vorüber…

  1. Oh je , ich hoffe mit dir, daß nichts wirklich schlimmes passiert ist.
    Allerdings bin ich trotzdem dafür pünktlich zu sein , ich krieg die Krise mit Leuten, die immer und überall zu spät kommen.
    Allerdings, wenn die Straßenverhältnisse schlecht sind, denke ich auch, lieber langsam fahren und 5 Minuten später als gar nicht ankommen …

    Schön, daß ihr so einen tollen entspannten Abend hattet.
    Ich mag das auch, immer mit der Ruhe und einfach lässig mit Familie und Freunden beisammen sein, das ist am schönsten.

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  2. Mit der Pünktlichkeit ist das so eine Sache. Ich bin IMMER überpünktlich auf Arbeit. Wirklich immer. Privat bin ich nicht ganz so streng mit mir. Da kann es schon mal 5 oder 10 Minuten später werden. Ist aber nicht die Regel.

    Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen Weihnachtsabend. Jetzt haben wir hier +1 Grad und Regen. Wir werden das Haus erstmal nicht verlassen. Besser its´s…
    Es gibt ja auch Wichtigeres. Die Gans zum Beispiel… :>>

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  3. Ich liebe solche ungeplanten Weihnachtstage, vollkommen Stressfrei und gerade deswegen so erholsam.

    Puenktlich bin ich auch und fuehl mich eher unwohl, wenn ich auf die letzte Minute oder gar zu spaet komme… rase deswegen zuweilen auch und bekomme immer ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich einen Unfall sehe – haette ja auch ich sein koennen. Doch seit der Kleine mit im Auto ist fahren wir jedoch langsam und achten nicht mehr auf Punklichkeit, sondern nur noch auf Sicherheit.

    Gans gib es hier leider nicht zu kaufen, doch darauf haette ich soooooolchen Appetit!!!!

    Liebe Gruesse,
    Jeannette

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